DEUTSCHLAND – Schoko-Gugelhupf

Ich gebe es zu, ich habe zum ersten Mal in meinem Leben einen Gugelhupf gebacken! Obwohl er ein richtiger Klassiker ist, habe ich bisher immer einen großen Bogen um ihn gemacht – vielleicht weil er halt eigentlich ein eher einfacher und irgendwie nicht allzu spektakulärer Kuchen für mich. Seitdem ich mich aber dem Backen mehr widme und sozusagen auf der Suche nach landesüblichen Klassikern bin, wurde der Gugelhupf wieder interessanter für mich und ich habe mir aus diesem Grund im letzten Jahr eine Gugelhupfform und ein extra Buch nur für Gugelhupfkuchen schenken lassen. Ich musste beim Blättern durch das Backbuch feststellen, dass dieser Napfkuchen keinesfalls „einfach“ sein muss und wenn man sich mal so die üblichen Kuchenformen anschaut, dann ist gerade der Gugelhupf eigentlich spektakulär im Aussehen und doch mal was ganz anderes. Beim Recherchieren über die Herkunft dieses ulkigen Kuchens (der Name ist doch eigentlich schon Programm!) zeigte sich mal wieder, dass der Ursprung gar nicht so klar ist und sowohl die Schweiz als auch Deutschland und Österreich ihn „erfunden“ haben. Es gibt auch kein direktes Standard- oder Originalrezept, sondern man kann ich als Hefe, Rühr- oder auch Biskuitteig verbacken, je nach Anlass und Vermögensstand. Somit ist der Napfkuchen oder Topfkuchen oder Aschkuchen oder im Sächsischen auch die Bäbe ein echter Alleskönner und durch die entsprechenden individuell gewählten Zutaten für jede Feierlichkeit geeignet. Da ich mich nun das erste Mal mit einem Gugelhupf befasst habe, wählte ich eine schokoladige Variante, da mir das erstmal simpel und klassisch vorkam. Dies hatte aber auch gleichzeitig zum Ziel die ganze übrig gebliebene Weihnachtsschokolade zu vernichten (wegschmeißen hätte ich nicht über das Herz gebracht…). Ich habe also alles, was noch nach Schoko-Weihnachtsmann und aromatisierten Schokokügelchen aussah, zusammen gesucht und in diesem Rezept verarbeitet. Man kann natürlich auch ganz normale Schokolade nehmen, je nach Belieben und Verlangen. Die erste Kostprobe meines kleinen Experimentes zeigte mir schon, dass dies ein wirklich guter erster Gugelhupf geworden ist, was mir meine Kollegen am Tag danach allesamt bestätigten. Der Kuchen war so schnell verputzt, so schnell war der Teller noch nie leer. Aus diesem Grund ist dieses Rezept auf jeden Fall einen Eintrag auf dieser Seite wert und sollte unbedingt nachgebacken werden – so schön saftig, nicht zu trocken, absolut fluffig und einfach nur richtig lecker!

Schoko-Gugelhupf
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Prep Time
30 min
Cook Time
1 hr
Total Time
1 hr 30 min
Prep Time
30 min
Cook Time
1 hr
Total Time
1 hr 30 min
Teig
  1. 300g Schokolade
  2. 3 EL Sahne
  3. 250g weiche Butter
  4. 250g Zucker
  5. 1 Prise Salz
  6. 6 Eier
  7. 300g Mehl
  8. 1 Pck. Backpulver
  9. 50g Speisestärke
  10. 125ml Milch
Guss
  1. 100g Schokolade
  2. Dekostreusel
Instructions
  1. Den Backofen auf 175°C vorheizen und eine Gugelhupfform einfetten und mehlen. Die Schokolade mit der Sahne über einem Wasserbad langsam schmelzen lassen. Währenddessen die Butter mit dem Zucker und dem Salz schaumig aufschlagen. Anschließend werden nacheinander die Eier mit untergerührt. Sollte die Schokolade bereits geschmolzen sein, dann wird sie zum Abkühlen einfach beiseite gestellt. Das Mehl mit dem Backpulver und der Speisestärke mischen, über den bisherigen Teig sieben und anschließend zusammen mit der Milch gut verrühren.
  2. Die leicht abgekühlte Schokolade unter den Teig heben und nun kann man entscheiden, ob man den Teig mit der Schokolade komplett vermischen möchte oder ob man die Schokolade nur grob unterzieht (dann bekommt man später eine Marmorierung im Kuchen). Den fertig gerührten Teig anschließend in die Gugelhupfform geben und den Kuchen für ca. 60 min. backen (am besten eine Stäbchenprobe machen, der Teig sollte nicht am Stäbchen schmieren). Den Gugelhupf aus dem Ofen nehmen, auf ein Kuchengitter stürzen und komplett auskühlen lassen.
  3. Für den Guss wird die Schokolade einfach wieder über einem Wasserbad geschmolzen und anschließend künstlerisch über dem Kuchen verteilt. Mit entsprechenden Dekostreuseln kann man den Gugelhupf noch nach Belieben verschönern oder man lässt ihn im ganz klassischen Design.
Gustotrip http://gustotrip.de/

Vielleicht bäckt ja der eine oder andere diesen Klassiker mal nach, dann würde mich interessieren, ob er bei euch auch so gut geworden ist! 🙂 Eure Gustelli

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