DEUTSCHLAND – Kalter Hund

Diesen Kuchen mit einem eher ungewöhnlichen Namen verbinde ich vor allem mit meiner Kindheit. Dr. Oetker beschreibt ihn als „schokoladigen Keks-Kuchen ohne Backen für Kinder“ und genau das ist er auch. Mehrere Leute, die ich gefragt habe, kennen ihn aus der Kindheit von diversen Kindergeburtstagen und ich kann sogar (ohne Kinder zu haben) gut nachvollziehen, warum man ausgerechnet diesen Kastenkuchen gern auf den Geburtstagstisch gestellt hat: Kombination aus Keksen und Schoko-Masse, kein Backen, schnelle Zubereitung, einfache Zutaten, gut vorzubereiten! Da Kinder keine großartige gefüllte Torte brauchen, sondern sich lieber auf das ausgedachte Entertainmentprogramm stürzen, kommt ein simpler Kuchen mit ausschließlich Keks- und Schokoinhalt doch genau richtig. Ich wollte dieses Rezept schon lange Mal machen und habe meine Frau Mama nach ihrem Rezept gefragt, was sie leider in Schriftform verloren hat. Aber mit ein bisschen Gehirnschmalz und Recherche haben wir ihr Rezept zusammen bekommen und sprüht somit förmlich vor Authentizität und Originalität. Zu der Geschichte dieses Kuchens ließ sich herausfinden, dass die Firma Bahlsen in den 20er Jahren wohl das erste Rezept kreiert hat, um ihre bekannten Leibniz-Kekse in Kuchenform zu verbacken. Dennoch haben sie wohl damals den Namen „Kalter Hund“ nicht verwendet und man ist sich bei diesem auch gar nicht so sicher, wo er eigentlich herkommt. Das spiegelt sich auch darin wieder, dass er andernorts auch „Lukullus“, „Kalte Schnauze“, „Schwarzer Keksbass“ oder als „Kellerkuchen“ bekannt ist. Meiner Meinung nach ist er vielleicht nicht der Schönste und Raffinierteste unter den Kuchen, besticht aber eben genau deshalb durch seine Einfachheit, Zeitlosigkeit und den Geschmack – Keks und Schokolade wird jeder Kaffeegast mögen. So ist dieser Klassiker natürlich ein Muss für die backKULTOUR und sollte beim nächsten Geburtstag ein Plätzchen auf der Kuchentafel bekommen.

Kalter Hund
Write a review
Print
Prep Time
30 min
Cook Time
3 hr
Total Time
3 hr 30 min
Prep Time
30 min
Cook Time
3 hr
Total Time
3 hr 30 min
Ingredients
  1. 250g Kokosfett
  2. 50g Butter
  3. 130g Puderzucker
  4. 50g Kakaopulver
  5. 3 Eier
  6. 1 Packung Butterkekse
Instructions
  1. Das Kokosfett und die Butter in einem Topf schmelzen und dann zum Abkühlen beiseite stellen. Den Puderzucker und das Kakaopulver in eine Schüssel sieben und zusammen mit den Eiern mit Hilfe eines Schneebesens glatt rühren. Diese Masse dann in die Kokosfett-Butter-Mischung geben und alles gut verrühren bis eine cremige Konsistenz vorhanden ist.
  2. Die Kastenform mit Frischhaltefolie auskleiden und als erstes eine dünne Schicht Schokomasse auf den Boden der Form glatt streichen. Dann die Kekse als zweite Schicht nebeneinander legen und das ganze wieder mit der Schokomasse bestreichen. So verfährt man weiter im Wechsel bis die Schokomasse aufgebraucht ist (diese sollte die letzte Schicht werden). Den Kuchen anschließend für mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank stellen und kurz vor dem Verzehren auf eine rechteckige Kuchenplatte stürzen und vorsichtig die Frischhaltefolie abziehen.
Gustotrip http://gustotrip.de/

Auch wenn diesmal nicht „gebacken“ wurde, ein Kuchen mit so viel Charme und Stil darf in meiner Sammlung nicht fehlen und sollte unbedingt probiert werden. Eure Gustelli

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *